Aktuelles

Cercospora-Flecken

Hitze, Regen und hohe Luftfeuchtigkeit fördert das Auftreten von Cercospora-Blattflecken. Sobald überwinterte Sporen von Wind und Wasser verbreitet werden, finden erste Infektionen statt. Am 23. Juni wurden erste Cercospora-Flecken im Rheintal entdeckt. Erste Infektionen treten immer dort zuerst auf, wo ein Feld an eine Nachbarparzelle angrenzt, auf welcher im Vorjahr Rüben angebaut worden sind. Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit  im Feldinnern (Flecken werden sichtbar), vergehen etwa 7-10 Tage. Sobald die Bekämpfungsschwelle von 1-2 Pflanzen/Are mit einzelnen sichtbaren Flecken erreicht ist, soll ein  bewilligtes Fungizid mit 300-400 l/ha Wasser gespritzt werden. Fungizide mit Zulassung finden sie hier.

 

 

Bewässern der Rüben

Hitze und Trockenheit können die Rüben nicht komplett absterben lassen. Auf leichten Böden sind zu Beginn einer solchen Hitzewelle nur die ältesten Blattkränze betroffen. Allerdings stellt die Pflanze, quasi zum Eigenschutz, ihr Wachstum bei Temperaturen über 30°C praktisch vollständig ein. In der Nacht werden dann vor allem Assimilate veratmet um den Organismus am Leben zu erhalten. In unseren Breitengraden mit wenig Tropennächten, richten sich die Blätter meist wieder auf. Vom Bewässern von Zuckerrüben raten wir grundsätzlich ab, denn die Infektionsgefahr durch Cercospora-Blattpilze steigt stärker an, je mehr Feuchtigkeit im Bestand vorhanden ist. Daneben rechnet man pro Wassergabe mit Kosten von Fr. 300.-, was einen Mehrertrag von mindestens 6 Tonnen Rüben voraussetzen würde.

 

 

 

Schosser entfernen

Bis in den Juli hinein hat man die Möglichkeit, die wenigen einzelnen Schosserrüben, welche in jedem Feld auftreten, auszureissen, den Stängel abzubrechen und auf die Rübenblätter zu legen. Wichtig: Alle Schosser, welche von den letzjährigen Smart Rüben in den Folgekulturen stehen (Weizen, Kartoffeln, Sonnenblume etc.) müssen zwingend aus den Feldern entfernt und entsorgt werden. Smart Durchwuchsrüben dürfen auf keinen Fall absamen!

 

Streifen-Sortenversuche

Es stehen mehrere Versuchsfelder mit den Sorten zur freien Besichtigung bereit:

Bargen BE: Bargen -> 47.043170, 7.242057

Lindau ZH: Standort Strickhof; vor der Autobahnüberführung Richtung Effretikon

 

 

Blattdüngung

Für die Behandlung mit Bor-Flüssigdüngern ist der Reihenschluss der optimale Zeitpunkt. In später gesäten Parzellen wird der Reihenschluss um den längsten Tag erreicht werden. Spritzen sie in diesen Fällen eine Menge von 5-7 kg/ha Borsulfat (Solubor) mit mindestens 300 l/ha Wasser über das Blatt.

 

 

 

App Betaswiss

Die Schweizer Zucker AG, der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer und die Fachstelle für Zuckerrübenbau haben kürzlich eine App für Zuckerrübenpflanzer lanciert. Es ist auf den üblichen Download-Plattformen unter dem Namen "Betaswiss" zu finden und kann mit Ihren Zugangscodes von Ihrem Pflanzerkonto aus aufgerufen werden. Die Fachstelle stellt Ihnen aktuelle Informationen "in Echtzeit" zur Verfügung. Es ist uns eine Freude, dieses neue Kommunikationsmittel zu nutzen.

 

Der Rübenpflanzer II/2022

Sonderbeilage Pflanzenschutz 2022

 

Video "Ernte der Sortenversuche 2021"

 

Wochenberichte Kampagne

 

Ernteerhebung Zuckerrüben

 

Schweizer Zuckerrübenpflanzer fordern Gleichbehandlung

 

Medienmitteilung: Forschungsnetzwerk zur Rettung des schweizerischen Rübenanbaus

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer