Aktuelles

 

Medienmitteilung: Forschungsnetzwerk zur Rettung des schweizerischen Rübenanbaus

 

 

Wann muss man Blattläuse bekämpfen?

Gegen Blattlausbefall läuft im Moment ein Überwachungs-Monitoring. Grüne Blattläuse, welche das Vergilbungsvirus übertragen, werden in jedem Kanton von Spezialisten überwacht. Die Fachstelle warnt gemeinsam mit den jeweiligen Kantonalen Pflanzenschutzdiensten die entsprechenden Regionen, sobald die grünen Blattläuse in die Felder einfliegen. Es ist vorgesehen, dass Sie, sobald Blattläuse gefunden werden, per SMS und per APP (BetaSwiss) informiert werden. Solange Sie kein SMS (Natelnummer  im Pflanzerportal hinterlegen) erhalten, ist es nicht gestattet eine Spritzung gegen die grüne Blattlaus durchzuführen. Behandlungen gegen die grüne Pfirsichblattlaus werden mit den Mitteln (Notzulassung BLW 2020) Gazelle SG (Oryx Pro) und Movento SC durchgeführt.

  1. Behandlung 0.2 kg/ha Gazelle SG (oder 0.2 kg/ha Oryx Pro = identischer Wirkstoff)
  2. Behandlung (12 Tage Intervall) 0.45 l/ha Movento SC (Ölzusatz von 1 l/ha Mero empfohlen)
  3. Behandlung (12 Tage Intervall) 0.45 l/ha Movento SC (Ölzusatz von 1 l/ha Mero empfohlen)

 

 

Unkrautbekämpfung klassisch

Wir raten in früher gesäten Feldern Herbizidbehandlungen nicht zu lange hinauszuzögern, da sonst das Unkraut davonwächst, vor allem wenn noch nichts gespritzt worden ist. Ein Zusatz von Ergänzungsmitteln wie Venzar ist nur auf ausgesprochen unkrautreichen Standorten mit viel Hundspetersilie oder Ausfallraps notwendig. Venzar (Lenacil) wirkt nur ausreichend, wenn genügend Regen fällt. Beachten sie zudem, dass es für die einzelnen Programme im REB oder IPSuisse restriktive Vorgaben zum Einsatz von bestimmten Wirkstoffen gibt. Hier ist die Übersicht

 

 

Unkrautkontrolle mit Conviso One

In früh gesäten Rüben wird nach ca. 5 Wochen (Melde maximal mit 4 echten Blättern) der erste Split mit 0.5 l/ha Conviso One (Öl-Zusatz von Mero 1 l/ha) nötig. Diese Behandlung wird etwa zwei Wochen später wiederholt. Es ist von Vorteil wenn dazwischen etwas Regen fällt, damit die Bodenwirkung einsetzen kann. Nach den beiden Behandlungen ist die Unkrautbekämpfung abgeschlossen. Dazu haben wir ein Merkblatt erstellt

 

Düngung

  • Je besser die Bodenstruktur und die Nährstoffgehalte des Bodens, umso eher kann, ohne Minderertrag, unter der Normdüngung gedüngt werden. Faustregel für Düngergaben kurz vor der Saat: 60 P2O5; 180 K2O und 40 Mg
  • 30 bis 50 kg Stickstoff N/ha zur Saat, eingearbeitet oder nach der Saat mit Scheckenködern kombiniert (falls nötig), beschleunigt die Boden-Stickstoff-Mineralisierung.

Die nötige Stickstoffgabe hängt von vielen Faktoren wie Witterung, Vorkultur, Bodenart etc. ab und variiert von Parzelle zu Parzelle stark.  Die Düngungsnorm von 100 kg N/ha muss daher der Parzelle entsprechend korrigiert werden. Berechnung der Menge

 

Schädlinge

Niederschläge in der ersten Maidekade haben die Situation bei den Erdflöhen entspannt. Das Schadpotential ist nur noch gering und nicht mehr beachtenswert.

 

 

Der Rübenpflanzer II / 2021

Sonderbeilage Pflanzenschutz 2021

Zuckerrüben - Sortenversuche Schweiz 2020

 

 

Schweizer Zuckerrübenpflanzer fordern Gleichbehandlung

 

 

 

App Betaswiss

Die Schweizer Zucker AG, der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer und die Fachstelle für Zuckerrübenbau haben kürzlich eine App für Zuckerrübenpflanzer lanciert. Es ist auf den üblichen Download-Plattformen unter dem Namen "Betaswiss" zu finden und kann mit Ihren Zugangscodes von Ihrem Pflanzerkonto aus aufgerufen werden. Die Fachstelle stellt Ihnen aktuelle Informationen "in Echtzeit" zur Verfügung. Es ist uns eine Freude, dieses neue Kommunikationsmittel zu nutzen.

 

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer