Aktuelles

Ernte und Kontrollen im Feld

Bei der Ernte ist das Wurzelbruchrisiko mit entsprechenden Verlusten in diesem Jahr ein Thema, da viele Rüben wegen der Trockenheit tiefer gewachsen sind oder ein verzweigtes Wurzelwerk mit entsprechender Beinigkeit zeigen. Die Bruch-Verluste können bei schlecht eingestellten Maschinen mehrere Prozentpunkte betragen. Deshalb ist es geradezu von Nöten, dass der Landwirt, zumindest zu Beginn der Erntearbeit, aufs Feld gehört. Das knappe Köpfen der Rüben mit den speziellen Microtoppern auf modernen Rübenrodern bringt  einen Mehrertrag von etwa drei Prozent. In den Zuckerfabriken gilt folgende Richtlinie: Rüben, welche mittels Microtopping geköpft worden sind, werden im Analyselabor nicht mehr nachgeköpft. Dies gilt für alle Rüben, bei denen die Schnittfläche mindestens die Grösse eines 5-Franken-Stücks aufweist und keine Blätter oder Stängel mehr am Rübenkopf vorhanden sind. Das wird vor allem für Felder, welche viel Blattmasse während der Trockenphase verloren haben, zu einer Herausforderung. Dort müssen die Schlägelaggregate und Blattputzer exakt eingestellt werden. Sollten sich trotzdem noch Blattreste am Rübenkopf befinden, wird im Labor der Fabrik, wie bis anhin an den untersten Blattkranz nachgeköpft. Für die Praxis bedeutet das in jedem Fall: Ernten was gewachsen ist, auch den entblätterten Rübenkopf liefert man in die Fabrik. Die Angst, dass im Kopf der Rübe kein Zucker sein könnte ist unbegründet.

 

 

Kontrolle der Unkräuter

Der letzte Kontrollgang durchs Feld zeigt ihnen, ob nicht schwer bekämpfbare Unkräuter wie Samtpappel, Stechapfel, Knorpelmöre stehen geblieben sind. Da kann das Smart System in Zukunft helfen. Falls das „meldepflichtige“ Erdmandelgras auftritt, müssen sie sich unbedingt mit dem Lohnunternehmer respektive der Abfuhr- Organisation vorab in Verbindung setzten, sonst droht die Gefahr der Verschleppung der Erdmandeln. Das wäre laut Branchenvereinbarung der vorgegebene Weg.

 

Einsatz von Vlies auf Rübenmieten

Bei der Lagerung der Rüben muss man beachten, dass Vlies in den ersten Wochen vor allem als Regenschutz fungiert. Das heisst, dass nach einer Regenphase die Vliesbahnen etwas angehoben werden sollten, damit die Wärme nach oben entweichen kann. Das Zudecken bis an den Mietenfuss ist die logische Folge damit das Regenwasser ungehindert abfliessen kann und nicht in die Rübenmiete hineinfliesst.

 

 

 

 

 

App Betaswiss

Die Schweizer Zucker AG, der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer und die Fachstelle für Zuckerrübenbau haben kürzlich eine App für Zuckerrübenpflanzer lanciert. Es ist auf den üblichen Download-Plattformen unter dem Namen "Betaswiss" zu finden und kann mit Ihren Zugangscodes von Ihrem Pflanzerkonto aus aufgerufen werden. Die Fachstelle stellt Ihnen aktuelle Informationen "in Echtzeit" zur Verfügung. Es ist uns eine Freude, dieses neue Kommunikationsmittel zu nutzen.

 

Der Rübenpflanzer II/2022

Sonderbeilage Pflanzenschutz 2022

 

Video "Ernte der Sortenversuche 2021"

 

Wochenberichte Kampagne

 

Ernteerhebung Zuckerrüben

 

Schweizer Zuckerrübenpflanzer fordern Gleichbehandlung

 

Medienmitteilung: Forschungsnetzwerk zur Rettung des schweizerischen Rübenanbaus

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer