Aktuelles

App Betaswiss

Die Schweizer Zucker AG, der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer und die Fachstelle für Zuckerrübenbau haben kürzlich eine App für Zuckerrübenpflanzer lanciert. Es ist auf den üblichen Download-Plattformen unter dem Namen "Betaswiss" zu finden und kann mit Ihren Zugangscodes von Ihrem Pflanzerkonto aus aufgerufen werden. Die Fachstelle stellt Ihnen aktuelle Informationen "in Echtzeit" zur Verfügung. Es ist uns eine Freude, dieses neue Kommunikationsmittel zu nutzen.

 

 

Cercospora-Flecken

Sommerliche Temperaturen über 25°C, Regen oder hohe Luftfeuchtigkeit fördert das Auftreten von Cercospora-Blattflecken. Sobald überwinterte Sporen von Wind und Wasser verbreitet werden, finden erste Infektionen statt. Bereits Ende Juni wurden im Thurtal einzelne Cercospora-Flecken entdeckt. Ab Anfang Juli waren die ersten Flecken in den Hauptrübengebieten da. Erste Infektionen treten immer dort zuerst auf, wo ein Feld an eine Nachbarparzelle angrenzt, auf welcher im Vorjahr Rüben angebaut worden sind. Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit  im Feldinnern (Flecken werden sichtbar), vergehen etwa 10 Tage. Sobald die Bekämpfungsschwelle von 1-2 Pflanzen/Are mit einzelnen sichtbaren Flecken erreicht ist, soll ein  bewilligtes Triazol-Fungizid mit einem Zusatz von 2 l/ha Funguran Kupfer mit 300-400 l/ha Wasser am Morgen oder Spätabends ins leicht taufeuchte Blattwerk gespritzt werden. http://www.zuckerruebe.ch/de/zuckerrueben/krankheiten/

 

 

Schosser entfernen

Bis maximal Ende Juli hat man die Möglichkeit, die wenigen einzelnen Schosserrüben, welche in jedem Feld auftreten, auszureissen, den Stängel abzubrechen und auf die Rübenblätter zu legen. Spätestens ab August muss man die Schosser mühsam aus den Feldern heraustragen, da sonst deren keimfähige Samen die Parzelle mit „wilden Rüben“ verseuchen können. Für Felder mit Smart Belamia gilt folgendes: Jeder Schosser muss zwingend ausgerissen werden. In letztjährigen Parzellen ist es höchste Zeit diese vor der Ernte der Kultur auszureissen und im Kericht zu entsorgen.

 

 

 

2020 – ein Blattlausjahr

Leider stellen wir seit einigen Wochen in der Praxis eine Massenvermehrung der schwarzen Blattlaus fest, wie kommt es dazu?

 

Die Wetterbedingungen im Herbst sind ganz entscheidend für die Intensität des Blattlausauftretens im Frühjahr. Ein vorzeitiger Laubfall hervorgerufen durch frühe Nachtfröste und heftige Stürme kann die Population stark reduzieren. Leider waren die Herbst-und Wintermonate von Oktober bis Februar viel zu warm, die eisigen Wintertemperaturen für eine natürliche Regulierung der Population fehlten. Blattlauseier sind zudem extrem frostresistent (bis -11°C). Aufgrund der sehr milden Monate Dezember, Januar und Februar müssen wir leider auch davon ausgehen, dass ein grosser Teil der Population lebend überwintern konnte und somit im Frühjahr früher und bereits mit einer höheren Populationsgrösse starten konnte.

 

Das Frühjahr 2020 war schweizweit gezeichnet durch eine sehr lang anhaltende Trockenheit zusammen mit einer Rekord-Bise. Die warmen Bedingungen im April führten dazu, dass sich die Blattlauspopulation auf dem Winterwirt sehr gut entwickeln und aufbauen konnte. Die Jugendentwicklung der Rüben verlief hingegen nur zögerlich. Zudem lösten sich die Beizstoffe in der Pillenhüllmasse im trockenen Boden nicht optimal.

   

Ende April/Anfang Mai erfolgt der Flug der geflügelten Blattläuse vom Winterwirt in die nahegelegenen Zuckerrübenbestände. Die Eiablage der Marienkäferweibchen erfolgt zur selben Zeit, ist aber sehr stark von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängig. Wenn aber die Temperatur unter den Toleranzwert von ca. 12°C sinkt, tritt ein Entwicklungsstillstand ein. Wir gehen davon aus, dass die Kälteperiode während der Eisheiligen deren Entwicklung gehemmt hat. Dadurch konnten die Nützlinge die sehr grossen Blattlauspopulationen nicht bewältigen. Zudem war in diesem kühleren Zeitraum auch die Wirksamkeit des Insektizides Pirimor unzureichend und vermochte die Population nicht richtig zu dezimieren.

 

 

neue Ausgaben:

Newsletter Juni 2020

Tätigkeitsbericht 2019

Versuchsbericht 2019

Rübenpflanzer II/2020

 

 

 

 

Streifen-Sortenversuche

 

Es stehen mehrere Versuchsfelder mit den Sorten zur freien Besichtigung bereit:

  

Bargen BE: Siselenstrasse ca. 500 m vor Siselenbrücke rechts erstes Rübenfeld

  

Landw. Schule Strickhof, Lindau; Koordinaten 693 750 / 256 450

 

 

 

Schweizer Zucker ist gesucht - ein Kurzfilm des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer