
Schneckenschäden sind vor allem von der Keimung bis zum 6-Blattstadium relevant. Feuchte Witterung, ein grobes Saatbett und oberflächig liegende Ernterückstände fördern einen Befall. An- oder abgefressene Blattränder und Blätter. Oft auch herausgefressenes Herz oder unterirdischer Lochfrass an der Rübe. Schleimspuren sind zum Teil sichtbar.
Zur Vorbeuge sollte auf Kunstwiesen und Dauerwiesen als Vorkultur verzichtet werden. Bei der Wahl von Zwischenfrüchten sollte die Mischungskomponenten berücksichtigt werden (Sonnenblumen, Erbsen, Ackerbohnen oder sämtliche Kleearten verzichten). Das Saatbett sollte feinkrümelig und Ernterückstände sauber eingearbeitet sein, damit sich wenige Versteckmöglichkeiten anbieten. Ein Walzdurchgang kann dieses Bestreben unterstützen. Direktsaaten sind in den meisten Fällen stärker betroffen. Ein Pflugeinsatz hingegen schränkt das Befallsausmass ein.
Ein Schneckenbefall kann mittels Schneckenfallen überprüft werden. Hierzu kann ein Beschattungstool (Kartonsack oder Holzbrett) in der Parzelle ausgelegt werden. Unter der Beschattung müssen Metaldehyd-Schneckenkörner als Lockfutter gestreut werden. Metaldehyd regt den Schleimausfluss der Schnecken an, sodass diese in der Folge austrocknen. Sobald man tote Schnecken oder Schleim findet, ist das Rübenfeld mit Schneckenköder zu schützen. Auflage: Mindestens 14 Tage Abstand zwischen 2 Behandlungen. Maximal 700 g/ha reines Metaldehyd pro Jahr. Vorsicht: Beim Einsatz von Eisen-lll-phosphat-haltigen Ködern treten keinerlei Schleimspuren auf.
Verwechslungsgefahr: Erdflohschaden, Erdschnakenschaden, Gammaeulenschaden
