
Während der Jugendentwicklung können befallene Pflanzen deformierte Blätter, Stängel und Wurzeln aufweisen. Ab August bilden sich am Rübenkopf Risse, bzw schwarze, schorfartige Stellen, welche tief in den Rübenkopf hinein gehen. durch sekundäre Schaderreger beginnt die Rübe in der Folge an zu faulen (trockene Fäulnis). An den faulen Stellen können von blossem Auge weisse Pusteln erkannt werden. Ein Befall liegt oftmals nesterweise im Bestand vor. Kühle, feuchte Frühlingsbedingungen begünstigt das Auftreten dieser Nematodenart. Befallene Pflanzen verlieren an Gewicht und an Zuckergehalt.
Die Rübenkopfälchen besitzen eine breite Wirtspalette. Neben Zuckerrüben befallen sie Zwiebeln, Tabak, Sonnenblumen, Erbsen, Ackerbohnen, Soja, Hafer und Roggen. Zudem können sie auch Unkrautarten wie Melden, Hirtentäschchen, Knöteriche und Amarante befallen. Aus diesem Grund können Rübenkopfälchen den Boden für eine lange Zeit verseuchen. Eine angepasste Fruchtfolge gilt als beste Vorbeuge gegen einen Befall. Zudem sollten zu frühe Saaten vermieden und eine rasche Jugendentwicklung der Rüben angestrebt werden.
Die „nematodenresistenten“ Senf- und Oelrettichsorten haben keinen reduzierenden Effekt auf die Ditylenchus-Kopfälchen, sondern lediglich auf die Rübenzystennematoden (Heterodera schachtii).
Eine chemische Bekämpfung der Kopfälchen ist per Sonderbewilligung möglich. Die Bewilligung zur Bekämpfung kann nach Anfrage bei der Fachstelle für Zuckerrübenbau bezogen werden.
Verwechslungsmöglichkeiten: Bormangel, Rübenmotte
