Rübenzystennematoden – Heterodera schachtii

Schadbild

Ab Juni nesterweise schlechter Wuchs und kümmernde Pflanzen mit Welkeerscheinungen. Vor allem bei viel Sonnenschein und Trockenheit der Fall. Der Rübenkörper bleibt klein, die Rübe macht viele Wurzelausläufer, welche sich zu einem Bart verflechten. Im Sommer sind an diesem Wurzelbart weisse bis braune stecknadelkopfgrosse Zysten zu erkennen.

Vorbeugung

Es sollte eine weite Fruchtfolge zwischen Wirtspflanzen eingehalten werden. Zu den Wirtspflanzen gehören vor allem Kreuzblütler und Gänsefussgewächse. Neben Raps und Senf zählen beispielsweise auch Rettich, Radieschen, Spinat, Krautstiel, Kohlrabi und diverse Kohlarten zu den Wirtspflanzen der Zystennematoden. Auch Unkräuter wie Melden, Gänsefussarten, Hirtentäschel und Vogelmiere können eine Zystenpopulation fördern. Daher sollte die Unkraut- und Ausfallrapsbekämpfung streng verfolgt werden. Mais, Roggen und Luzerne regen die Nematodenlarven an zum Schlüpfen, fördern jedoch deren Entwicklung nicht. Getreide, Kartoffeln und Sonnenblumen zählen unter anderem zu den Neutralpflanzen. Des Weiteren sollte eine Verschleppung von versuchter Erde auf andere Parzellen verhindert werden.

Bekämpfung

Neben einer vielseitigen Fruchtfolge mit Neutral- oder Nichtwirtspflanzen, können auch nematodenresistente Zwischenfrüchte wie resistente Ölrettich- und Senfsorten oder resistente Zuckerrübensorten verwendet werden, um die Nematodenzahl zu verringern.

Verwechslungsmöglichkeiten: Rizomania, Trockenheitsschäden