Cercospora-Blattflecken

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Schadbild

2-3 mm grosse, beige-graue, rundliche Flecken mit einer markanten rötlich-braunen Umrandung. Bei fortschreitendem Befall fliessen die Flecken ineinander über und befallen so grosse Teile des Blattapparates. Im Extremfall verdorrt das ganze Blatt, was zum einen negative Auswirkungen auf die Photosyntheseleistung der Pflanze hat, zum anderen muss die Rübe Energie aufwenden, um den Blattverlust wieder mit neuen Blättern zu kompensieren. Die Krankheit kann nach dem Reihenschluss und bei passenden Bedingungen ab Ende Juni in den Rübenfeldern auftreten.

Schadensursache

Bei den Cercospora-Blattflecken handelt es sich um eine Pilzkrankheit. Bei ausreichend wärme (25-30° C) und Feuchtigkeit (ca. 95% rel. Luftfeuchtigkeit) breitet sich die Krankheit binnen weniger Tage rasant aus. Bei einem frühen Befall können die bereinigten Zuckerertragsverluste bis zu 30% betragen.

Vorbeugung

Zur Vorbeugung der Krankheit können mehrere Faktoren beachtet werden:

  • Fruchtfolgepausen einhalten (Mindestens 3 Jahre, besser mehr)
  • Sauberes unterpflügen von Ernterückständen
  • Standort der Parzelle nicht direkt neben Vorjahresparzelle, Gewässern oder in Muldenlagen
  • Cercospora-tolerante Sorten wählen
  • Nur gut verrotteter Mist und Kompost in Rüben einsetzen
  • Bewässerung im Sommer kann Cercospora-Blattflecken stark fördern

Bekämpfung

Gegen Cercospora können Fungizide eingesetzt werden. Hierfür muss ab Ende Juni eine regelmässige Feldkontrolle erfolgen, damit der Befallsbeginn nicht verpasst wird. Sobald die ersten Flecken gefunden werden und die Schadschwelle von 1-2 befallenen Pflanzen pro Are erreicht ist, ist der Zeitpunkt für die erste Fungizidanwendung gekommen. Um die Wirkung der Applikation zu verbessern, ist es empfehlenswert, Kupfermittel beizumischen. Die Wirkungsdauer einer Behandlung liegt bei ungefähr 3 Wochen. Nach dieser Frist sollte der Fungizidschutz erneuert werden.

Die Fachstelle drängt darauf, dass jede Sorte mit Fungiziden geschützt werden. Somit kann die Sortengenetik bewahrt und Sortenresistenzbrüche verhindert werden. In Label- und PSB-Programmen, in denen der Einsatz von Fungiziden und Kupfermitteln verboten resp. eingeschränkt ist, können dennoch Massnahmen getroffen werden, um die Pflanzen zu stärken. Eine ausreichende Nährstoffversorgung kann beispielsweise dazu beitragen, dass die pflanzeneigene Abwehr gestärkt wird.

Verwechslungsmöglichkeiten: Bakterielle Blattflecken