Späte Rübenfäule – Rhizoctonia

Schadbild

Ab Juli/August beginnen die befallenen Rübenblätter nesterweise zu welken. Die Blätter sterben ab und legen sich sternförmig um die Rübe auf den Boden. An der Rübe treten braun verfärbte, trockene Faulstellen auf. Die Faulstellen breiten sich oberflächlich rasch aus. Bei fortschreitendem Befall dringt sie tief in das Innere der Rübe hinein (Fäule von aussen nach innen verlaufend).

Schadensursache

Rhizoctonia-Pilze kommen grundsätzlich in allen Böden vor. Eine schlechte Bodenstruktur (Verdichtungen, Staunässen etc.) und eine hohe Bodenfeuchte begünstigen jedoch die Ausbreitung. Die Rhizoctonia-Krankheit kann auch von gewissen Vorkulturen auf die Zuckerrübe übertragen werden. So zum Beispiel von Mais. Der Pilzerreger kann auf dem Maisstroh überdauern und somit im Folgejahr die Zuckerrüben befallen.

Vorbeugung

Vorbeugende Massnahmen gegen einen Rhizoctonia-Befall sind unter anderem:

  • Anbaupause von mindestens 3 Jahren zwischen Zuckerrüben einhalten
  • Bodenschonende Bearbeitung (kein Verursachen von Verdichtungen, Staunässe, Verschlämmungen etc.)
  • Aufkalken von sauren Boden-pH
  • Anbau von toleranten Sorten
  • Kein Mais als Vorkultur (Mais ist ebenfalls Wirtspflanze von Rhizoctonia und kann die Krankheit somit auf Zuckerrüben verschleppen)
  • Ein übermässiger Einsatz von Mist/Kompost kann ebenfalls zur Förderung der Krankheit beitragen

Verwechslungsgefahr:

  • Herz- und Trockenfäule (Fäule von innen nach aussen verlaufen aufgrund von Bormangel)
  • Rübenkopfälchen (Fäule am Rübenkopf)
  • Gürtelschorf (Einschnürung und wuchsartige Wucherungen am Rübenkörper)