Logo Fachstelle
Zeitungen
AktuellUeber unsZuckerruebenNewsletterPublikationenLinksKontakt

 

Schweiz. Fachstelle für Zuckerrübenbau
Scheuerackerweg 22
3270 Aarberg
Tel. +41 32 392 47 47
Fax +41 32 392 56 60
info@zuckerruebe.ch


 

Herbizid-Abschlussbehandlung hinauszögern?

Je nach Saatzeitpunkt und Unkrautdruck ist die Abschlussbehandlung bereits erfolgt oder man muss noch etwas zuwarten. Eine solche Behandlung wird dort nötig, wo nochmals eine weitere Unkrautwelle aufgelaufen ist. Beispielsweise nach dem Muster: Metamitron (Goltix) 1,5 kg/ha plus Kontaktmittel von 1-2 l/ha. Ein Zusatz von Ergänzungsmittel wie: 200 g/ha Venzar oder 0,3 l/ha Dual Gold beziehungsweise Frontier zur 3-er Mischung ist von Vorteil. Venzar verstärkt die Wirkung gegen Spätauflauf von Melden und Knöterich. Dual oder Frontier dagegen wirken gegen Amarant oder Hirsen, welche am Keimen sind. Im Falle von durchgewachsenen Hundspetersilien oder Windenknöterich, kann zusätzlich 0,6 l/ha Lontrel beigemischt werden. Für Mischungen mit einem Zusatz von Lontrel ist zugleich 0,5-1 l/ha Herbizidöl nötig. Bei dieser Strategie soll aber auf weitere Ergänzungsmittel verzichtet werden. Gesamthaft gesehen ist eine Menge von 4-5 kg Bodenherbizid (zugelassene Höchstmengen beachten!) je Hektar vorteilhaft, um die Spätverunkrautung zu unterdrücken. In Feldern mit Unkräutern im echten Blatt, wie Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Ausfallraps, Klebern, Ackerwinden oder Kamille, kann die Kontakt-Strategie mit Debut helfen. Beispielsweise nach dem Muster: Debut 30 Gramm plus Betanal expert 1 l/ha (oder analog Beetup Pro, Beta Team, Mentor contact, Sugaro pro). Gegen Amarant, Nachtschatten (und Hirsen) kann  eine Mischung von 30 Gramm Debut und 0,5 l/ha Dual oder Frontier eingesetzt werden.  Gegen Hirsen oder sonstige Gräser kann man, wo nötig, im Abstand von mindestens 3 Tagen zu einem Herbizidsplit, in einem separaten Spritzgang ein Gräsermittel vom Typ „Fusilade“  einsetzen. Gegen aufgelaufene Hirsen genügt die unterste empfohlene Dosis, Quecken benötigen dagegen die höchste nach Packungsaufschrift vorgeschriebene Aufwandmenge. Gegen Disteln setzt man, ebenfalls in einem separaten Spritzgang, Lontrel mit der empfohlenen Menge von 1,2 l/ha ein. Mit der Rückenspritze dosiert man 10 cm³, auf 10 Liter Wasser.

 

  S. Jenni
  Home   Kontakt copyright by Luisa Avato