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Schweiz. Fachstelle für Zuckerrübenbau
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Cercospora-Flecken
Anfang Juli wurden uns einige wenige Cercospora-Infektionen (v.a. aus dem Rheintal und  Aaretal)  gemeldet. Für eine starke Ausbreitung des Cercospora-Pilzes (wärmeliebend) waren bis jetzt die Nächte eindeutig zu kühl. Es ist jedoch, bedingt durch die gewitterartigen Niederschläge und durch steigende Temperaturen, mit sich rasch ausbreitenden Infektionen ab ca. Mitte Juli zu rechnen. Die Bekämpfungsschwelle von 1-2 Pflanzen/Are mit sichtbaren Flecken, ist sehr tief angesetzt und soll verhindern, dass das Blattwerk durch Cercospora stark geschädigt werden kann. Ein beginnender Rand-Befall, welcher meist von der letztjährigen Rübennachbarparzelle ausgeht,  kann mit den gängigen Fungiziden trotzdem gestoppt werden. Spritzen sie beim Erreichen der Bekämpfungsschwelle ein bewilligtes Fungizid mit 300-400 l/ha Wasser. Frühe Morgenstunden (offene Spaltöffnungen) und leichtes Tau sind für die Fungizidwirkung ein Vorteil, welcher unbedingt ausgenützt werden sollte.
Setzen sie dasjenige Fungizid zuerst ein, welches einen allfälligen Strobilurinzusatz enthält. Zum Beispiel Allegro,  Agora SC, Priori Top oder Opera. Bei einer allfälligen weiteren Behandlung kann auf reine Triazolwirkstoffe zum Beispiel Capitan oder Avenir Pro, vertraut werden. Die Fungizide wirken etwa vier Wochen lang. Die Sorten Debora (KWS) und Rosandra (Strube) sind hoch anfällig und werden als erste befallen. Die Sorten Ernestina und Svenja (KWS) sind etwas weniger stark anfällig. Svenja KWS zeigt zeitweise Vergilbungserscheinungen an den Blattspitzen welche nicht ertragsrelevant sind. Die Sorte Robinson ist weniger anfällig auf Cercospora, sie erscheint jedoch hell, weil das gesamte Blattwerk blond bis gelb aufgehellt ist. Bei der Sorte Budera (cercosporatolerant) kann die Behandlung etwa zwei Wochen heraus gezögert werden, da sich der Cercosporapilz deutlich langsamer ausbreitet.
Gebietsweise hat Hagelschlag viel Blattmasse zerstört. Dabei treten auf geschädigtem Blattwerk harmlose Pilze wie Phoma, Alternaria oder Pseudomonas-Bakterien als Schwächeparasiten auf. Nach Hagel kann und muss nichts unternommen werden. Nach einigen Tagen des Abwartens, werden neue Blätter aus dem Herz zum Vorschein kommen, dieser Neuzuwachs kann erst dann mit Fungizid gegen Cercospora geschützt werden. Mehr kann man für hagelgeschädigte Rüben nicht tun.

  S. Jenni
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