Versuchsbericht 2012
Tätigkeitsbericht 2012
Der Aktuelle Newsletter vom 17en Mai
Checkliste Zuckerrüben: Mai
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S. Wyss |
Starke Herbizid-Bodenwirkung
Dieses Jahr kommt vieles zusammen: späte Saat, hohe Bodenfeuchtigkeit, häufige Niederschläge, fehlende Wachsschicht der Rübenblätter. Bodenherbizide mit ausgesprochener Keimhemmung wie Chloridazon, Dual/Frontier oder Venzar wirken umso stärker, je mehr Niederschlag fällt. Auch wenn der Spritztermin bereits zwei Wochen zurückliegt, muss noch etwa mit der Hälfte der Wirkung gerechnet werden. Deshalb warnen wir ausdrücklich davor, die Mengen dieser Bodenmittel von Spritztermin zu Spritztermin unnötig zu erhöhen. Mit steigenden Wirkstoffmengen sowie kurzen Spritzintervallen, kumuliert sich die Wirkung. Mögliche Schäden an kleinen Rüben sind nicht ausgeschlossen. Falls bereits grössere Unkräuter wie: Amarant, Bingelkraut, Hundspetersilie, Kamille oder Ausfallraps vorhanden sind, ist die Mischung mit Debut zu ergänzen. Dazu wird 20 bis 30 g/ha Debut, eingesetzt.
Seien sie vorsichtig, falls direkt nach Niederschlägen gespritzt werden müsste. Die Wachsschicht der Blätter ist dann teilweise reduziert. Es muss mit einer höheren Sensibilität der Rüben gerechnet werden. Deshalb ist es sinnvoll, wenn man zwei Tage nach den letzten Niederschlägen mit der Spritzung zuwarten kann. Für den Einsatz von Debut müssten die Temperaturen mindestens 15°C erreichen.
Nach Niederschlägen muss erneut mit Schneckenbefall gerechnet werden. Erneuern sie deshalb die Köderfallen mit Schneckenködern. Bei erneutem Befall streuen sie nochmals auf der gesamten Parzelle Köder aus. Schnecken können die Rüben bis ins 6-Blattstadium schädigen.

Wurzelbrand wird verstärkt durch hohe Bodenherbizidgaben. Deshalb die Mischungen moderat zusammensetzen.
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