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Bakterien-Flecken

Nach starken Gewitterregen oder Hagelschlag sind auf vielen Parzellen Verfärbungen auf den Rübenblättern sichtbar geworden. Es handelt sich dabei um harmlose Bakterien-Flecken, welche von Pseudomonas-Bakterien verursacht werden. Dagegen muss nichts unternommen werden. Die schokoladebraunen, unförmigen Flecken verwachsen sich von selber wieder. Diese sollen auf keinen Fall mit den gefährlichen Cercospora-Blattflecken verwechselt werden, denn eine Fungizidbehandlung ist wirkungslos gegen Bakterien-Flecken!

 

 

Cercospora-Flecken

Hitze, Gewitter und hohe Luftfeuchtigkeit fördert das Auftreten von Cercospora-Blattflecken. Erste Infektionen treten immer dort zuerst auf, wo ein Feld an eine Nachbarparzelle angrenzt, auf welcher im Vorjahr Rüben angebaut worden sind. Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit (Flecken werden sichtbar), vergehen etwa 7-10 Tage. Sobald die Bekämpfungsschwelle von 1-2 Pflanzen/Are mit einzelnen sichtbaren Flecken erreicht ist, soll ein bewilligtes Fungizid mit 300-400 l/ha Wasser gespritzt werden. Sobald überwinterte Sporen von Wind und Wasser verbreitet werden, finden erste Infektionen statt. Bis am 20. Juni sind noch keine Cercospora-Flecken entdeckt worden. Die Reihenfolge der Fungizide soll so gewählt werden, dass höchstens noch zu Beginn ein Fungizid mit Strobilurinzusatz gespritzt wird. An Extremstandorten im Hauptgebiet wirken allerdings die Strobilurine nicht mehr, dort können reine Triazole zum Einsatz kommen. Nötig ist in jedem Fall das Beimischen 2.0 l/ha von Funguran flow (Kupfer). Am tolerantesten ist die Sorte Smart Belamia KWS (cercosporaresistent) und wird deshalb deutlich schwächer, aber nicht später befallen als die anderen Sorten.

  

 

Schosser entfernen

Bis in den Juli hinein hat man die Möglichkeit, die wenigen einzelnen Schosserrüben, welche in jedem Feld auftreten, auszureissen, den Stängel abzubrechen und auf die Rübenblätter zu legen. Spätestens ab August muss man die Schosser mühsam aus den Feldern heraustragen, da sonst deren keimfähige Samen die Parzelle mit „wilden Rüben“ verseuchen können. Schosser in Smart Belamia Rüben müssen zwingend und konsequent entfernt werden.

  

 

Streifen-Sortenversuche

Es stehen mehrere Versuchsfelder mit den Sorten zur freien Besichtigung bereit:

 

Bargen BE: Aarberg -> Siselen links Teerstrasse-> Aspi (586 069/210 9111)

Worben BE: Altersheim Worben Parkplatz (589 023/215 888)

Opfertshofen SH:     nördlich vom Betrieb Marc Bolli (690 900 / 292 500)

Othmarsingen AG: Othmarsingen -> Dottikon  (659 200 / 249 500)

Lindau AG:               Strickhof, Schiessstand (693 800 / 255 400)