Aktuelles

Cercospora-Blattflecken

Erste Fälle von Cercospora-Infektionen wurden bereits am 15.6. nachgewiesen. Niederschläge sowie Hitze und Feuchtigkeit (Tau) fördern die Ausbreitung der Sporen und nach einer Inkubationszeit von ca. 10 Tagen werden die kleinen rot-braunen Flecken sichtbar. Die Bekämpfungsschwelle beträgt: 1-2 Pflanzen mit Befall oder ein kleines Befallsnest pro Are. Nur bewilligte Fungizide einsetzen. Ein Kupferzusatz von 1,5-2 l/ha Funguran flow pro Einsatztermin ist möglich.

 

Hagel

Nach Hagel mit Blattabschlag kann man für die Rübe nichts tun. Die Neubildung der Blätter wird nach einigen Tagen einsetzen. Bakterien und Schwäche-Pilze werden die zerfetzten Blätter besiedeln, dagegen hilft keine Behandlung und auch kein Wunderprodukt. Es wird auch keine Infektionen mit Cercospora-Blattflecken geben, denn dieser Pilz befällt nur unverletzte Blätter und dringt über geöffnete Spaltöffnungen ein.

 

Schädlinge

Rübenmotten sind bereits Ende Juni in den aufgestellten Fallen gefunden worden. Innerhalb der Trockenphase werden die Larven ausschlüpfen und bei hohem Ausgangsdruck ab Juli bereits Schadfrass im Herz der Rüben verursachen. Wir erwarten mehrere Generationen, welche dazu äusserst schwierig zu bekämpfen sind. Wir weisen darauf hin, dass der Einsatz von 0.0625 l/ha Karate Zeon sonderbewilligungspflichtig ist. Sind die Larven einmal im Herz der Rübe eingenistet, ist eine Insektizidbehandlung (vor allem bei Temperaturen über 25°C) wirkungslos.  

 

 

Blattraupen verursachten in vielen Gebieten durch Frass einzelne Löcher in den Rübenblättern. Schäden sind nur marginal und nicht von Bedeutung. Die Ausbreitung wird vorläufig von Nützlingen und hitzebedingt in Schach gehalten. Bei heisser und weiterhin trockener Witterung könnten sich weitere Generationen etablieren. Dadurch kann es ab August zu sogenanntem Gerippfrass kommen, dort werden einzelne Rübenpflanzen oder ganze Stellen im Feld kahlgefressen. In Absprache mit den kantonalen Pflanzenschutzstellen muss in solchen Fällen eine Spezialbewilligung eingeholt werden, da gegen Eulenraupen in Zuckerrüben kein Insektizid offiziell bewilligt ist.

 

Bewässern von Zuckerrüben

Hitze und Trockenheit können die Rüben (Mittelmeergewächs) nicht absterben lassen. Allerdings stellt die Pflanze, quasi zum Eigenschutz, ihr Wachstum bei starker Trockenheit der Böden, sowie bei Temperaturen über 30°C praktisch vollständig ein. In Tropennächten werden dann vor allem Assimilate veratmet um den Organismus am Leben zu erhalten. Aus diesem Grund ist das Bewässern von Zuckerrüben nur sinnvoll, wenn man über die entsprechende Einrichtungen verfügt und man keine Kultur wie Gemüse, Kartoffeln, Mais oder Gras mit Wassergaben am Leben erhalten muss. Falls es auf leichten Böden bereits zu einer Blattwelke, resp. dem Absterben der Blätter gekommen ist, soll auf Wassergaben (wegen möglichem Neuaustrieb) verzichtet werden. Die Rübe hat sicher letzte Priorität in dieser Frage. Mit Wassergaben fördert man zudem die Ausbreitung von Cercospora stark.

 

Streifen-Sortenversuche

Bargen BE: Bargen -> Siselen links Teerstrasse-> Aspi Kallnach(584 460/209 448)

Meinisberg BE: Vor Dorfeingang bei Fa. O. Meier -> Richtung Aare (593 211/222 655)

Aadorf TG: Standort FAT Tänikon; in östlicher Richtung

Lindau ZH: Standort Strickhof; vor der Autobahnüberführung Richtung Effretikon

Muhen AG: Jürg Lüscher; an der Verbindungsstrasse Muhen-Kölliken