Aktuelles

Bakterien-Flecken

Teilweise sind, vor allem nach starken Gewitterregen, auf vielen Parzellen Verfärbungen auf den Rübenblättern sichtbar geworden. Es handelt sich dabei um harmlose Bakterien-Flecken, welche von Pseudomonas-Bakterien verursacht werden. Dagegen muss nichts unternommen werden. Die schokoladebraunen, unförmigen Flecken verwachsen sich von selber wieder. Diese sollen auf keinen Fall mit den gefährlichen Cercospora-Blattflecken verwechselt werden, denn eine Fungizidbehandlung ist wirkungslos gegen Bakterien-Flecken!

 

Blattdüngung

Für die Behandlung mit Bor-Flüssigdüngern ist der Reihenschluss der optimale Zeitpunkt. In später gesäten Parzellen wird der Reihenschluss um den längsten Tag erreicht werden. Spritzen sie in diesen Fällen eine Menge von 5-7 kg/ha Borsulfat (Solubor) mit mindestens 300 l/ha Wasser über das Blatt.

 

Schädlinge

Schnecken können einfach mittels Fallen überwacht werden.Diese sind nur dann an der Oberfläche anzutreffen, wenn diese genügend feucht ist. Die Schädlinge bleiben aber höchstens bis zum 6-Blattstadium der Rüben gefährlich.

Während der Trockenphase hat das Pilleninsektizid Gaucho weniger gut gewirkt. Deshalb verzeichnete man deutlich mehr Erdfloh-Lochfrass als im Normaljahr. Leider führen so erzeugte Blattverletzungen, die auch am Keimhals vorkommen können, zu deutlichen Verbrennungen und Wachstumshemmungen nach dem Herbizideinsatz. Die Rüben verwachsen diese "Schäden" im Normalfall von selber.

 

Unkrautkontrolle

In vielen Parzellen steht nur die Abschlussbehandlung an. Wichtig ist, dass sie dabei die Gesamtmengen an bewilligten Rübenherbiziden nicht überschreiten. Am frühen Morgen oder Spätabends sind die besten Einsatzzeitpunkte von Herbizidbehandlungen. Während den Mittagsstunden resp. am Nachmittag wäre die Windgeschwindigkeit und Thermik im Feld meist viel zu hoch. Unser Online-Tool SFZ-LIZ-Herbizid hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen. Wichtig ist es dabei, korrekte Eingaben zur Witterung, vor allem die Rubrik (Boden-) Feuchte vor oder nach Niederschlägen auf feucht zu ändern. Ebenfalls muss die Art und die Grösse der Unkräuter richtig erfasst werden, damit die Zusammensetzung der Mischung möglichst genau errechnet wird. Nicht zu vergessen ist, dass bei den Bodenherbiziden noch mit einer deutlichen Nachwirkung nach Niederschlägen zu rechnen ist. Gegen grössere Unkräuter wie Amarant, Rapsdurchwuchs, Hundspetersilie, Bingelkraut (Stadium im Online-Tool korrekt angeben) kann in der Mischung zum Beispiel ein Zusatz von Debut die Wirkung verbessern. Gegen Gräser fährt man am einfachsten in einem separaten Durchgang mit einem Gräserherbizid (im Programm wählbar unter Gräser).

 

Streifen-Sortenversuche

Bargen BE: Bargen -> Siselen links Teerstrasse-> Aspi Kallnach(584 460/209 448)

Meinisberg BE: Vor Dorfeingang bei Fa. O. Meier -> Richtung Aare (593 211/222 655)

Aadorf TG: Standort FAT Tänikon; in östlicher Richtung

Lindau ZH: Standort Strickhof; vor der Autobahnüberführung Richtung Effretikon

Muhen AG: Jürg Lüscher; an der Verbindungsstrasse Muhen-Kölliken